Prof. Dr. Niko Paech: All You need is less - Leben ohne Wachstum

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Freitag, 9. August 2019 - 19:00

Klimafolgen auch vor der Haustür in Arbste: alle Sturmschäden sind noch nicht beseitigt, notwendige Durchforstungs- und Pflegemaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen, die Buchenkomplexerkrankung dünnt das Blätterdach aus. Der Wald ist derzeit öffentlich nicht begehbar undso gibt es Programmänderungen, „Walderlebnis" am 13.07. und das Hoffest am 28.07. können in diesem Monat nicht stattfinden. – Land & Kunst e.V. widmet sich ab August dafür vermehrt den Themen „für ein gutes Leben", was die Gespräche über eine grundsätzlich andere Lebensweise beinhaltet. Der Anfang des diesjährigen „Landsommers" macht am Freitag, den 09. August Prof. Dr. Niko Paech, der an der Universität Siegen lehrt. Er gilt als einer der herausragenden Befürworter einer „Postwachstumsökonomie", einer Lebens- und Wirtschaftsweise, die nicht auf stetiges Wachstums ausgerichtet ist, vielmehr ein ökologisches Einverständnis mit der Natur sucht. Er beschreibt dieses weniger als einen schmerzhaften Verzicht als eine Befreiung von Überfluß, ein wesentlicher Faktor in Zeiten bereits eintretender dramatischer Klimaveränderungen. „All you need is less" – alles was wir brauchen ist „weniger" – in Arbste werden unter diesem Titel Gedanken aus seinem neuen im Herbst erscheinenden Buch gleichen Titels zu hören sein. Er ist bekannt, daß es ihm gelingt – auch im Gespräch mit seinen Zuhörern – komplizierte Zusammenhänge verständlich zu erläutern. Der Hof Arbste 7 lädt jetzt schon ein zu dieser Veranstaltung, Beginn und weitere Informationen folgen.

Niko Paech schreibt aktuell zu seinen Veranstaltungen: „Der Klimawandel, das Artensterben, die Verknappung jener Ressourcen, auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte, sowie Befundeder Glücksforschung zeigen, dass die Wachstumsparty vorbei ist. Folglich sind die Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Demnach ist einprägnanter Rückbau geldbasierter Versorgungssysteme vonnöten. Suffizienz, moderne Subsistenz und kürzere Versorgungsketten werden dann wichtige Gestaltungsoptionen sein. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin."

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